Paracuda-Weekend im Tessin, 04.-06. Juni 2010
Richtig früh fuhren Olivia und ich am Freitagmorgen Richtung Lugano. Thomas Burri mit Familie, Richi, Mirella und Christoph waren schon seit Mittwoch bzw. Donnerstag im Tessin. Wegen des Nordföhns konnten sie aber noch nicht fliegen. Die Wetterprognose für Freitag sah da schon besser aus. Ohne Stau erreichten wir den Campingplatz Paradiso in Melano. Hans-Peter war sogar schon vor uns da, Thomas traf kurze Zeit später ein.
Kurz nach 10 brachte uns jemand vom Camping zur Bergbahn. Und wir waren nicht nicht die einzigen, die auf den Monte Generoso wollten. Trotz zwei eingesetzten Bahnen war es drinnen prackevoll. Eingezwängt tuckelten wir in der Zahnradbahn die 40 Minuten den Berg hoch. Oben erwartete uns noch Nordwind – also Parawaiting. Irgendwann drehte der Wind und wir konnten endlich starten. Richi überraschte mit ein paar Wingover nach dem Start noch einige Wanderer. Christoph, Thomas und Thomas gingen später noch auf einen zweiten Flug nach ob.
Danach Zelt aufbauen, Abkühlung im See und Relaxen. Richi, Mirella und Levin gingen auf kleine Kajak-Tour. Herrlich, endlich Sommer. Abends gabs lecker Grillfleisch, Würstli und Spaghetti à la Thomas.
Am nächsten Tag kam Romana pünktlich zum Frühstück. Es war noch ziemlich bedeckt aber klarte zum Glück bald auf. Für unseren ersten Flug fuhren wir nach Rivera zum Monte Tamaro . Der Landeplatz an der Talstation wird gerade verbaut. Also war klar, dass wir auf den grossen Landeplatz am Ortsende ausweichen. War bei dem Talwind auch die bessere Wahl. Der Flug war etwas turbulent.
Für den zweiten Flug fuhren wir dann zurück nach Melano, um wieder auf den Monte Generoso zu fahren. Thomas und Thomas gingen zum oberen, wir anderen zum unteren Startplatz. Dort warteten auch schon die Tschechen und Polen, fast alle mit Schwimmwesten. Da hofften wir doch alle auf ein kleines Show-Programm. Das dieses sich letztendlich nur auf Ohrenanlegen und vielleicht noch mal nen Seitenklapper reduzierte, konnten wir da noch nicht ahnen. Nach dem Start ging es gleich nach oben und es gab einen schönen Flug.
Nach der Landung wieder ab in den See, der netterweise schon viel wärmer war als am Tag zuvor. René Pfyl vom Camping Paradiso war dann auch wieder zurück von der Red Bull Jungfrau Stafette. Sein Team belegte am Schluss den 5. Rang – Gratulation!! Abends haben wir wieder grilliert und Thomas machte Rösti.
Sonntagmorgen fuhren wir wieder auf den Monte Generoso. Oben angekommen zogen sich immer mehr Wolken zusammen. Nach ner Weile Parawaiting gingen wir dann trotzdem mal zum Startplatz. Wind hatte es genug – und das noch von der richtigen Richtung ;) Christoph startete als erster, Thomas folgte ihm und verschwand irgendwann in der Wolke. Ich kurze Zeit später hinterher… und landete auch in der Wolke. Ohren rein und weg. Hab mich genau wie Christoph dann auch lieber aus dem Staub gemacht und bin über den See auf die andere Seite.
Nach dem Landen hiess es langsam zusammenpacken, noch mal ab in den See zum Schwimmen oder Kajak-Fahren. Romana und Thomas haben da eben mal den See auf dem Wasserweg überquert. Da am Gotthard Stau angesagt war, haben wir noch ein Restaurant zum Abendessen gesucht. War aber vor 18 Uhr gar nicht so einfach. Glücklicherweise fanden wir ein wirklich nettes Grotto mit feinem Essen und lecker Limonade. Auf der Heimfahrt erwartete uns zwar kein Stau, aber nach dem Gotthardtunnel ein Wolkenbruch… Am liebsten wären wir gleich wieder umgekehrt.
Die drei Tage im Tessin waren wirklich schön, sowohl vom Fliegen her als auch von allem Drumherum. Ein grosses Dankeschön an Thomas Burri für die Organisation und René Pfyl vom Camping Paradiso ( www.camping-paradiso.ch ) . Wir kommen sicher bald mal wieder.
Flugwochenende Jura
Motto Samstag: Walk und Fly
Nach dem Zeltaufstellen auf dem schönen Camping Lido in Solothurn, folgte die erste Etappe Walk zum Bahnhof. Wir mussten feststellen: Solothurn ist eine Stadt mit zwei Bahnhöfen. Dank der umsichtigen Zeitplanung von Alex erreichten wir trotzdem rechtzeitig den Bus am Hauptbahnhof, der uns auf den Balmberg brachte. Marc nahm mit Erstaunen zur Kenntnis wie weit man mit dem & Ouml;V für 3.90 fahren kann. Dann die zweite Etappe Walk zum Niederwiler Stierenberg, die sich je nach Kondition wie 20 bis 40 Minuten anfühlte. Wie so oft bei vielen anwesenden Piloten gab es zuerst Parawaiting, bis die Locals die Verhältnisse als Ideal betrachteten. Alex nahm sich die Ehre des ersten Starters. Wegen den vielen Piloten, die inzwischen warteten, hatte ich mich auf eine Kolonne am Startplatz eingestellt. Es war wie ein Wunder. Als ich fertig angeschirrt die Startwiese betrat, LEER einfach alle weg und noch niemand nachgerückt. So war ich in 5min startklar und weg. Mein Flug war Yogi typisch: zuerst hab ich mich etwas versenkt, bis ich endlich eine Thermik fand. Danach hatte ich lange Spass. Achtung bei 1700m ist fertig! TMA Basel. Schlussendlich bin ich bei Lommiswil gelandet, wo auch bald Olivia eintraf und die dritte Etappe Walk zum Bahnhof Lommiswil absolvierte.
Wieder in Solothurn nochmals zum Camping marschiert (vierte Etappe Walk), irgendwie X-Alp mässig. Zurück auf dem Camping gabs ein gemütliches Apéro an der Sonne.
Als ich mich angemeldet habe, hatte ich mich auf spartanischen Camping eingestellt: Du sitzt am Boden hast ein Getränk und ein Brot in der Hand, fragst dich wie du jetzt die Wurst nehmen sollst.
Ich hatte nicht mit Alex gerechnet: Stühle, Tisch, Kühlbox, Kochkiste, Gasrechaud auf Beinen, einzig der Grill fällt aus der Reihe und ist am Boden. Dann wird gewaschen, gerüstet, gekocht und gegrillt bis schlussendlich jeder mit einem Teller voll Grillladen inklusive Salate versorgt ist. Bei Bier (Weintrinker wo seit ihr?), Kaffee und Kuchen geniessen wir den Abend, diskutieren über Geografie (Verlauf der Aare), fachsimpeln tauschen persönliche Erlebnisse aus.
Die Nacht war zwar kalt aber niemand hatte wirklich gefroren.
Motto: Nichts wird ausgelassen
Am Sonntag Morgen nachdem wir den Camping geräumt hattenn, machten wir uns auf den Weg zur Flugschule Solothurn. Das war gar nicht so einfach. Zuerst verfuhren wir uns mit Navi und dann drehten wir ohne Navi eine Ehrenrunde. Wir lernen: nicht alle Flugschulen sind im Parterre und haben ein Schaufenster. Die Abfahrt des Flugschulbusse stoppte schon nach wenigen Metern. Ein Reifen hatte zu wenig Luft. Dank gutnachbarlicher Hilfe der Garage wurden wir Zeuge wie mit Hilfe von Bohrer und Reparaturschlauch ein Loch im Pneu repariert. Weiter ging es nach Nesselboden Kein Landeplatz! Hier kommt man nur in der Not und mit Not auf den Boden. Hier wurde uns eine Lektion in Windkanalisation erteilt. Auf dem Weissenstein konnten wir dem Start eines Biplace-Rollstuhl beiwohnen. Alex verabschiedete sich in gewohnter souveräner Manier und ward bis am späten Nachmittag nicht mehr gesehen. Wir anderen machten einen kürzeren Flug in unruhigen Verhältnissen. Ich machte danach noch einen zweiten Flug. Da ging es nur noch rauf und die eigentliche Herausforderung war das runter kommen.
Es war ein gutes ereignissreiches Wochenende und alle haben wohlbehalten die Heimreise angetreten.
Ich möchte Alex für die gute Organisation Danken. Stefan von der Flugschule Solothurn für die Beratung und allen Teilnehmer fürs schöne kameradschaftliche Beisammensein.
Paracuda-Wochenende in Oberstdorf 30.10.-1.11.2009
Freitag, 30.10.2009: Treffpunkt um 11.01 Uhr im Heidiland, äh Glarnerland natürlich und es sind alle pünktlich: Nadja, Ulrike, Renato, Andy, Christoph, René und Alex. Im Konvoi, in Führung Alex mit dem Nüvi-Navi, geht es nach Immenstadt im Allgäu. Auf der Fahrt dahin scheint meist die Sonne, doch kurz vor Immenstadt holt uns der Nebel wieder ein. Auf dem Parkplatz der Mittag-Bahn steht das Auto der örtlichen Flugschule und so entscheiden wir uns, hochzufahren: Kommentar eines Gruppenmitgliedes: Wir können oben sicher soaren, sie sind sogar mit Deltas hinauf!! Kurz vor dem Gipfel kommt uns die Flugschule entgegen; auf der Sesselbahn. Sie haben 2 Stunden oben gewartet zum Starten…. Oben auf dem Gipfel sind wir knapp über dem Nebel und der Landeplatz östlich von Immenstadt sowie das ganze Tal nach Oberstdorf sind nebelfrei. Sogar der Wind kommt leicht von Sü den, so dass von unserer Seite einem Flug nichts im Wege steht. Alle kommen gut weg, doch René als Letztem weht der Wind plötzlich in den Nacken. Auch er kommt dann doch weg, muss aber wie Ulrike und Andy eine Aussenlandung machen: Fliegt man zu tief Richtung Immenstadt, drückt einen der Nordwind nach unten und hinein ins Tal Richtung Oberstdorf. Nadja als „Profi“ kann in Immenstadt über dem Landeplatz noch einige Zeit soaren! Alle Landen gut und nachdem die drei „vertriebenen“ eingesammelt sind, gönnen wir uns eine kleine Süssigkeit in einer Bäckerei in Sonthofen. Dort darf man sogar 2 Stücke nehmen, wenn eines zum halben Preis ist. Nach der Stärkung fahren wir zum Sportmarkt in Sonthofen und treffen hier auf Mathias Bäuerle, den Vermieter unserer Ferienwohnungen. Von da geht es nach Oberstdorf, wo wir bei Jutta (Gattin von Mathias) den Schlüssel für die Ferienwohnungen abholen. Auf dem Weg zur Unterkunft verfahren wir uns trotz Navi kurz. Na ja, ohne Navi wären wir vermutlich jetzt noch am Suchen…. Kaum sind wir bei den Ferienwohnungen angekommen, treffen auch Janos und Evelyn ein. Zum Abendessen gehen wir ins Zentrum ins Restaurant „Wilder Mann“. Hier wird man sogar auf „schwitzertütsch“ bedient. Während des Essens, so um halb zehn, erfahren wir, dass die letzten Teilnehmer, Thomas und Oli, noch in Zug sind. Trotz unseres Anratens fahren sie noch los, nehmen aber den Bus und übernachten kurz vor Oberstdorf.
Samstag, 31.10.2009: Es liegt Nebel im Tal und so geht es zuerst ins Café „Relax“ zum Frühstück(s-Buffet). Hier treffen wir auch auf Thomas und Oli, die zum Teil eine ziemlich kalte Nacht im Bus verbracht haben. Nach dem Frühstück fahren wir zur Nebelhorn-Bahn. Hier stellt Janos fest, dass in der Nacht ein Marder ein Kabel im Auto durchgebissen hat. Er und Evelyn organisieren die Reparatur und der Rest fährt hoch zum Nebelhorn. Auf dem Gipfel weht ein zügiger Wind von ca. 20km/h, Böen bis ca. 25km/h. Mathias kommt auch mit, da er auch wieder mal in die Luft will. Janos trifft etwas später ein mit der Nachricht, dass der Schaden am Bus repariert ist. Nach einigem Hin und Her entscheidet sich Andy den unteren Startplatz „Höfatsblick/Probsthaus“, ca. 300m tiefer, zu benützen. René zögert noch länger und startet erst, nachdem er noch einige Steine als Zusatzgewicht neben dem 10-Liter-Wassersack eingepackt hat! Mit dem Wind aus Westen sind alle am Soaren, wir Schweizer sind sogar in der Ueberzahl hier oben. Mathias, Ulrike und René landen direkt bei der Unterkunft, die anderen auf dem offiziellen Landeplatz. Ulrike und René können dann der Einladung von Mathias zu einem Bier nicht widerstehen und so fahren „nur“ die anderen für einen zweiten Flug hoch. Janos gelingt dabei die beste Leistung des Wochenendes: Er fliegt vom unteren Startplatz hoch zum Gipfel! Da immer mehr bei den Ferienwohnungen landen, werden die Rotkäppchen-Sekte immer schneller getrunken……. Einzig Thomas fehlt noch. Er ist etwa 100m weiter weg gelandet, doch warum kommt er nicht? Ist er etwa zurück ins Dorf gelaufen, da er unseren Standort nicht kennt? Nein, der Grund war, dass er vom Bauern, selber Gleitschirmflieger, auf dessen Wiese er gelandet ist, zum Kaffee eingeladen wurde! Jetzt sind alle eingetroffen und die letzte Flasche Sekt wird geöffnet. In der Zwischenzeit wird die „Festhütte“ eingeheizt und Mathias organisiert das Nachtessen. Bis dahin dauert es länger und einige Mitglieder werden ziemlich hungrig und schläfrig. Einer schafft es sogar, sofort einzuschlafen, als er sich kurz hinlegen will. Endlich sind die Kartoffeln durch und der Ofenkäse geschmolzen. Wir geniessen ein einfaches aber sehr gutes Nachtessen. Nach dem Essen leert sich die Festhütte nach und nach, da viele Müde sind vom Tag.
Sonntag, 1.11.2009: Aufstehen, die Sonne scheint! Frühstück gibt es wieder im Café „Relax“, da das Buffet sehr gut war gestern. So auch heute. Anschliessend geht es zur Nebelhorn-Bahn. Oben sind die Verhältnisse fast gleich wie am Samstag, nur weht der Wind etwas mehr aus südwestlicher Richtung. Ideal zum Soaren!! Ohne zögern wird gestartet und sofort wird der Luftraum von uns Schweizern beherrscht! Da auf den Nachmittag Föhn angesagt ist, fahren wir nicht ein zweites Mal hoch, sondern stärken uns vor der Rückreise. Während des Essens kämpfen einige mit den anwesenden Wespen. Dabei entdeckt Janos sein Talent als Wespen-Dompteur. Jetzt heisst es Abschied von Oberstdorf zu nehmen. Jeder fährt für sich. Renato, Nadja und Ulrike legen nach Immenstadt eine Pause ein und rasen noch die dortige Rodelbahn runter!! Ein gelungenes Wochenende geht zu Ende! n
Hiermit danke ich, sicher auch im Namen der anderen Teilnehmer, Alex ganz herzlich für die gute Organisation!!
140 km Fiesch - Walenstadt
Dies wird wohl einer der letzten guten Tage in Fiesch sein. Also machte ich mich am 19.8.2009, wie viele Andere auch, auf nach Fiesch. Um 5 Uhr schüttelte mich der Wecker aus dem Bett. Schnell ein Müesli reingequetscht und dann die Windwerte nochmals gecheckt. Der Temp sah zwar nicht so gut aus wie die Tage zuvor, aber gut.
In aller Herrgottsfrühe mache ich mich mit Bus und Zug auf den Weg nach Fiesch. Um 10 Uhr in Fiesch und im Eilschritt auf die Bahn. Als ich am Startplatz ankomme, sind die ersten schon am Aufdrehen. Einerseits gut, anderseits bedeutet dies, dass ich spät dran bin. Aber damit muss ich mich abfinden, oder schon am Vorabend nach Fiesch fahren. Gemütlich, aber nicht trödelnd, meinen neuen Freund aus dem Sack gelassen. Und schon schwinge ich mich in die Luft. Es steigt einigermassen gut und nach 25 Minuten setze ich, mit genügend Höhe, zur Querung nach Bellwald an.
In Bellwald ist etwas Geduld gefragt. In solchen Situationen habe ich immer die Stimme von Martin Scheel im Ohr: "Über die Inversion kommt man nur übers Gelände"! Und es stimmt. Nach einer viertel Stunde kann ich die Inversion durchbrechen. Ich entschliesse mich möglichst hoch zu fliegen. Am Grimsel sehe ich am Fusse des Sidelhorns einen Gleitschirm hochschiessen. Etwas unvorsichtig fliege ich zu tief an und muss zur Passstrasse zurückkrebsen. Schlussendlich steigts über der Strasse besser und ich bleibe solange im Schlauch, bis ich eine vernünftige Höhe für die Querung zur Furka habe. Manchmal heisst vernünftig 3500m, manchmal 3700m. Es kommt auch immer darauf an, wieviel einem der Wind schiebt. Mit 10 km/h Westwind ist die Passage einfacher zu bewältigen. Dafür loht es sich, nach der Furka einen kleinen Bogen Richtung Talmitte zu fliegen, damit man nicht im Lee runtergewaschen wird.
An den Flanken bei Realp einen hü bschen Schlauch ausgegraben. Dieser steht ziemlich weit im Tal. Der Wind hat Richtung Nord-West gedreht und auch zugelegt. "Besser diesen Schlauch ausdrehen und mit genügen Höhe an die Felsen", denk ich mir. So düse ich mit genug Höhe über Andermatt und im Sauseschritt Richtung Sedrun. Die Wolkenstrasse steht und ich geb Gas. Eigentlich wollte ich den Tödi besuchen, aber der Nord-West lässt mich nicht. So fliege ich weiter Richtung Flims. Der Plan ist über den Panixerpass ins Sernftal nach Elm, aber der Nord-West will mich nicht. Stattdessen wäscht er mich aus 3300m auf 2200m runter. Aber wie schon die alten Griechen sagten: "Wos runter geht, gehts auch wieder rauf". Und so bläst es mich wieder auf 3500m. Durch diesen Umweg verliere ich jedoch wertvolle Zeit.
Über dem Flimserstein sieht es verdächtig blau aus. Ich entschliesse mich vorsichtig zu fliegen. Immer mit genug Höhe im Gepäck schleiche ich zum Ringelspitz. Einfach nicht ins Taminatal spülen lassen. Ich fliege wirklich vorsichtig und drehe jedes noch so kleine Piepsen aus. So komme ich gut über die vielen Hörner und überfliege den Pizol. Schöne Momente.
Der Westwind meldet sich wieder und drückt mich runter. So komme ich nach einer langen Querung ziemlich tief am Gonzen an. Die Thermik ist schwach und somit auch der Talwind von Rheintal und Seeztal. Eine halbe Stunde früher hätte ich den Anschluss an die Churfirsten vielleicht noch geschafft.
Zwecks Training krame ich eine Portion Motivation aus der Tasche und beginne mich Richtugn Walenstadt durchzuschlagen. Die restlichen Pfüpfe aus dem Holz meinen es gut und lassen mich brav auf 200m über Grund schmoren. Dann halt bis nach Mels. In Mels habe ich noch keine Höhe gewonnen, jedoch auch nicht viel verloren. Also weiter. Böses Kabel. Und weiter. Böses Seil. Zum Glück weiss ich, dass ich aufpassen muss. Noch ein böses Seil. In Flums lässt mich die Thermik ein letztes Mal Hoffnung schöpfen. Lässt es aber beim Lassen. So lande ich nach "Mein halben Stunden-Kampf" überglücklich in Walenstadt.
Bericht Flugweekend Tessin
Olivia hat einen super Videobericht vom Flugweekend im Tessin zusammengestellt. Den Bericht in Foto- und Film -Form > denn Bilder sagen mehr als Worte ;-). http://www.youtube.com/watch?v=-Ks2jV04ES8&feature=channel_page
Fotos vom Weekend sind in der Paracuda-Gallerie zu finden.
130 km FAI vom Gummen
Am 20.5.2009 konnte ich nicht mehr anders und musste fliegen gehen. Das Wetter sprach für einen Flug, vom dem ich schon lange träumte. Schwacher SW, sehr hohe Basis (3200 - 3400 m) und sehr trockene Luft. So setzte ich mich schon um acht in den Zug Richtung Dallenwil, weil ich um halb Elf am Startplatz stehen wollte. Am Pilatus bildeten sich bereits erste Cumuli. Von den anderen Piloten schiens keiner eilig zu haben. Die aufdrehenden Vögel waren für mich jedoch ein klares Zeichen. So startete ich etwas nach elf Uhr. Der erste Wendepunkt war bei Kaiserstuhl. Mit dieser Basis-Höhe war es leicht diesen zu holen. Am Gummen nochmals Höhe tanken und ab an den Haldigrat. Mit komfortabler Höhe konnte ich anhängen. Bis zum Oberbauen im Sauseschritt. Ging das einfach! Am Oberbauen drehte ich die Thermik nicht ganz aus. "Was solls, läuft ja super", dachte ich mir. Und in der Regel reichen 2500m für eine Querung an den Rophaien. Da hatte ich wohl die Rechnung ohne den Wirt (sprich Thermik) gemacht. Der Schlauch hing unter dem Schirm anstatt dort wo er hin gehörte. Einen Moment dachte ich an Flüelen. Ab hier standen die Bärte relativ weit versetzt. Der Wind hatte mehr auf Süd gedreht und war stärker geworden. Im Schneckentempo passierte ich die Windgällen, Glatten, Mären, Jägerstöck und wie sie noch alle heissen. Genauso schön wie die Namen der Berge, war auch das Panorama! Am Ortsstock drehte ich nochmals maximal auf und querte für den zweiten Wendepunkt über Linthal an den Gasberg. Dort gings postwendend an die Basis. Mit einer Höhe von 3400m war es dann ziemlich einfach, zurück an den Ortsstock zu gelangen. Das grosse Schneefeld vom Glattal umflog ich soweit, bis ich sicher war, dass ich bis ins Bisistal gleiten konnte. Im Bisistal stiegs eher spärlich. Der Urwald trug gut und mit dem S& uuml;dwind im Nacken war ich geschwind an den Hängen des Moutathals. Rauchfahnen zeigten mir an, dass der Wind von Oberiberg einströmte. So flog ich, das Lee der Rotenfluh meidend, zügig richtung Mythen. Am kleinen Mythen schraubte ich mich Meter um Meter nach oben. Maximal erlaubte Höhe wollte ich holen (2750m), so dass ich nicht in Sattel absitzen musste. Es reichte gerade, um beim Rossberg über dem Grat anzukommen. So konnte ich mich auf die Nordwestflanke des Gnipen retten. Dort gings flott nach oben. Mit 2400m im Gepäck machte ich mich Richtung Zug. Das Abgleiten nach Hause war der krönende Abschluss und der dritte Wendepunkt. Klar wäre es schön gewesen, das Dreieck zu schliessen. Aber bei Smila, die sich neben der Tagesmutter auf Papa freut, zu landen ist auch schön! Fazit ist, dass man ein FAI Dreieck auch so planen kann, dass man es nicht unbedingt schliessen muss. 20 Prozent der Gesamtstrecke dürfen offen bleiben. n Flug im XContest
PWC Korea
Live Bericht vom PWC in Suedkorea.
Blindness
Am 24. April 2009 wagten sich einige Paracudas zu einem kulinarischen Erlebnis der anderen Art. Blindness - Essen im Dunkeln. Das Projekt fand im Blinden- und Sehbehinderten Atelier Luzern in Horw statt.
Ich war schon ganz gespannt, wie es sein wird, ein Menu nichtsehend zu geniessen. Wo man doch sonst sagt, "das Auge isst mit". Das tat es an diesem Abend jedenfalls nicht...
100 km ab Fanas
Am 4. April musste ich neidig mitansehen, wie sich die Gleitschirme am Zugerberg in die Höhe schraubten. Smila Tag. Den Sonntag vermieste ich mir mit der Wahl des Flugberges. Selber schuld. Das konnte ich so nicht hinnehmen. Also gönnte ich mir am Montag, den 6. April einen (Aus)flug. Der Wetterbericht hatte "auflebender Südwestwind" propheziehen. Im Jura Regengüsse und Gewitter. So schien mir Fanas der richtige Flugort zu sein. Da ich am Vorabend bereits meine Ausrüstung gepackt hatte, konnte ich am Montag Morgen gemütlich frühstücken. Pünktlich wie die Fanaser Kirchenuhr stand ich an der Bahn. Erstaunlich, wieviel Volk schon anwesend war. Mit ein bisschen "Ellböglen" konnte ich mich jedoch rechtzeitig in die Luft schwingen. Erst fand ich nur verhaltenes steigen, bis mich ein integrierter 6.5 m/s Schlauch an die Basis katapultierte. Somit war die erste Querung gesichert. Danach gings ziemlich zäh Richtung Klosters, bis sich bei Saas der, die, das Ding erfasste... Das Vario konnte sich nicht mehr beruhigen und ich schoss der Basis entgegen. Viel weiter nach Klosters wollte ich nicht mehr fliegen, da der Südost doch mit 10-15 km/h entgegen bliess. Mit dem Wind als Freund, war ich dann ziemlich schnell zurück in Fanas. Am Vilan war dann wieder etwas mehr Geduld gefragt. Die Querung zum Falknis war mit einem Feuerwerk von unten untermauert. So konnte ich mit 3200m genügend Höhe für die Rheintalquerung tanken. Die Thermik am Gonzen war dann ziemlich ruppig. Der viele Schnee auf der Hochebene vor dem Alvier, liess mich vorsichtigerweise auf der vorderen, nicht so hohen, Krete fliegen. Erst etwas vor Walenstadt konnte ich wieder richtig Höhe machen. Die Churfirsten trugen ziemlich gut. Der Wind, der mittlerweile auf Südwest gedreht hatte, zerriss die Thermik. So machte ich bei Quinten rechtsumkehrt. Ziemlich schnell war ich dann zurück am Gonzen. Der Schlauch hatte sich mittlerweile besser ausgeprägt. So konnte ich immerhin auf 2600m aufdrehen und die Querung zurück auf die andere Rheintalseite wagen. Die vorgelagerten Felsen gaben Thermik ab, was mich schon mittem im Rheintal wieder steigen liess. Der Talwind war aber nicht so stark, dass ich am Falknis hätte aufsoaren können. So flog ich weiter Richtung Triesnerberg. Der Talwind war reichte trotzdem relativ weit hinauf und verursachte unangenehme Blobs. So entschloss ich mich den Flug auf schweizer Boden zu beenden. Überflog das Schloss vom Felsensepp, überquerte den Rhein und landete schlussendlich nach fünfeinhalb Stunden und 100 km in Sevelen. Die Aufgabe ist zwar nicht sonderlich orginell, aber trotzdem unheimlich schön :-) In erster Linie diente sie als Erkundung für Flüge an einem Hammertag. Die Strecke eignet sich prima als Einstieg zum Streckenflug, da sie keine gravierenden faux-pas erlaubt. Einzig die Talwinde im Prä ttigau und im Seeztal können teilweise recht ausgeprägt sein. Flug im XContest
Paracudas in Davos
Die Impressionen von Davos hat Olivia in einem Video auf Youtube festgehalten:
Paracuda - Fugweekend im Allgäu
Am 18. April 2008, fahren Angie, Alex, Smila, Olivia, Martin, Dani und Romana los, Richtung Allgäu. Noch ist der Himmel etwas von Wolken getrübt und die Wettervorhersagen für die kommenden Tage berichten immer mal wieder etwas von Föhn. Nichts desto trotz - die Stimmung bei den Paracuda ist gut. Auf der Fahrt machen wir einen Zwischenstopp in Oberstaufen. Für Martin und Alex geht es nun auf den Hochgrat. Der Rest entschliesst sich am Landeplatz zu bleiben und die Zeit für Groundhandling zu nutzen. Nach einer Weile tauchen dann zwei Schirme am Himmel auf. Martins Kreisen nach zu urteilen ist es nicht wirklich ruhig in der Luft aber Hauptsache - die beiden sind geflogen!


Nun geht die Fahrt weiter nach Oberstdorf, wo wir von unserem Gastgeberehepaar, Mathias und Jutta Bäuerle, mit ihren zwei Jungs aufs herzlichste Empfangen werden. Ein ganzes Haus, mit kleinem Wellnessbereich für uns alleine und ein grosszügiger Landeplatz gleich nebenan. Währenddessen Angie, Martin und Romana ins Dorf fahren, um auf Futtersuche für die kommenden Tage zu gehen, hecken Dani und Olivia ganz andere Pläne aus. Irgendwie können es die beiden wohl nicht verkraften, heute nicht in die Luft gekommen zu sein und so wird kurzentschlossen der hauseigene Übungshang eingeweiht. Den Abend lassen wir dann bei einem gemütlichen Grillplausch ausklingen und gerade richtig zum Essen, schafft es auch Nadja nach Oberstdorf.
Am nächsten Morgen stossen Oli und Brigitte mit ihrem neuen Büssli zu uns, es regnet. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir los nach Sonthofen wo wir uns in einem Sportgeschäft, in welchem ein Seilpark integriert ist, sportlich betätigen. Den Gipfelwein geniessen wir anschliessend bei Oli und Brigitte im Bü ssli. Der Himmel zeigt zwischendurch immer mal wieder blaue Flecken und wir hoffen auf einen schönen Flugtag am Sonntag. Am Abend schlagen wir uns noch einmal die Bäuche voll und dies ganz in der Nähe, im Landgasthof Alpenrose. Ich denke, Dani und Nadja werden ihren Kaiserschmarrn wohl nicht so schnell vergessen. Genug hat heute Abend sicherlich jeder von uns gekriegt.
Am Sonntag dann, strahlend blauer Himmel. Es geht hoch aufs Nebelhorn. Die Aussicht auf2224müM ist atemberaubend schön. Wir beeilen uns, wollen alle möglichst rasch in die Luft kommen und werden mit einem tollen Abschlussflug belohnt. Bei der Unterkunft wartet Mathias mit Landebier und sonstigen Erfrischungen auf uns und als Abschiedsgeschenk gibt es Honig aus dem Allgäu.
Spätestens, wenn diese Gläser leer sind, müssen wir wieder kommen, liess Mathias verlauten. Ich denke, die Chancen stehen gut, dass dies früher der Fall sein wird. Ein herzliches Dankeschön an Angie und Alex, für die Organisation dieses Wochenendes - es war einfach toll!



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Mehr Bilder: http://picasaweb.google.com/Romana.Bertschy/ParacudaWochendendeImAllgU
Bodyflying
Am 24. November 2007, um 15.30 Uhr, haben sich ein paar Paracudas in Rümlang ZH zum Bodyflying und anschliessendem Abschlussessen getroffen. Zuerst bekamen wir einen Fitness-Fragebogen. Keine Frage, wir sind fit und munter und bereit fürs Bodyflying. Zur Instruktion wurden wir dann in einen Raum geführt, wo wir zuerst ein Video anschauten und anschliessend von einem „echten“ Bodyflyer Instruktionen erhielten. Und auch hier gilt; dorthin schauen, wo man hinfliegen will, das kennen wir doch!![]()
Anschliessend übten wir noch die richtige Flug- und Aussteigetechnik. Nun waren wir theoretisch bereit zum Flug, nur die Flugausrüstung fehlte noch. Dazu gehören Fluganzug, Helm, Brille und Handschuhe.
Bei voller Montur parat, wurde es schon langsam kribbelig. Doch als es los ging, war das Gefühl des freien Falls einfach super! Wir flogen sogar richtig Hoch, bis man oben heraus schauen konnte. Unglaublich, welche Kräfte da auf einem wirken, vor allem auf das Gesicht
. Und bei solch starkem Wind können nur kleine Bewegungen zum Teil grosse Auswirkungen auf das Flugmanöver haben. Beim zweiten Durchgang regnete es etwas, doch der Spass wurde dadurch keineswegs geringer. Beim zweiten Durchgang flog der „Co-Pilot“ nicht mehr so hoch mit uns, sondern versuchte uns zu zeigen, wie man mit kleinen Bewegungen schnell steigen oder sinken, nach vorn oder nach hinten fliegen kann. Wir bekamen natürlich auch noch eine Show- Einlage von einem Instruktor, hammer was man in diesem „Windkanal“ alles machen kann.
Trotz Muskelkater am nächsten Tag, war ich auf jeden Fall nicht das letzte Mal in Rümlang zum Bodyflying. Und ich glaube, so wie das bei den anderen Paracudas getönt hat, wird sich nächsten Sommer bestimmt wieder ein Grüppchen in Rümlang treffen und sich bei etwas wärmerer Luft vergnügen.
Gruess Olivia
Zu Fuss auf die Rothenflue
Am 6. Januar brachte Oli den Vorschlag, auf die Rothenflue zu marschieren. Da ich dies eine gute Alternative zum "Schirm im Dreck tunken" fand, war ich schnell dazu überredet. Der Plan: Mit dem Bus nach Ibergeregg. Von dort mit dem Gleitschirm am Rücken eine lockere Wanderung auf die Rothenflue. Arbeit für die Füsse: Ca 3/4 Stunde. Doch es kam anders... Die Realität: Der Bus fährt im Winter nicht. Zum Glück hat uns der Ski-Bus ins Handgruobi mitgenommen. Von dort aus führt ein netter Winter-Wanderweg auf die Rothenflue. Einziger Wermuts-Tropfen war eine Verlängerung der Wanderung auf 2 Stunden. Aber die frische Luft, die verschneite Landschaft und lustige Gespräche liessen keine Müdigkeit aufkommen. Oben angekommen mussten wir eine Ovo trinken. Man weiss ja nie, ob man länger können muss... Aber dank dem feinen Aufwind war das Starten kein Problem. Ein paar zügige Schritte und ab gings. Oli tanzte mit drei Adlern an den Mythen um die Wette und ich konnte die Höhe vor dem Startplatz halten. Den Tag liessen wir im Kreuz und Quer bei ein paar Gläsern Glühwein ausklingen. Einfach mal ein Tag anders erlebt!