San Fermo 27. - 30. März 2014
Paracuda meets Malojawind. Unter den Fitichen von Andy Flüeler und Michael Gebert durften wir ein tolles Wochenende in San Fermo verbringen. Durch die professionelle Betreuung, dem Riesenspielplatz für graziles Schirmhandling, den XC Möglichkeiten, dem feinen Essen, den Gelatis, ... wurde jedem etwas geboten. Noch nie haben soviele Paracudas an einem Anlass teilgenommen und selten habe ich soviele glückliche Gesichter gesehen. Die Idee mit dem Clubtreffen erwies sich als hervorragend. Irgendwie passte es und es herrschte eine sehr gute Stimmung. Vielen Dank an Olivia für die gute Organisation.
San Fermo 2015 ist schon gebucht!
Engadin 17.-19. Oktober 2014
Das Kind, das Kind, der himmlische Malojawind
Über sieben Brücken musst du gehn, um das Abendrot zu sehn. Das im Engadin so wunderschön, die Decke über den Tag lässt gehn.
In der Taverne, gibt's es tausend Sterne. Ravioli al Funghi, Gerstenrisotto mit Gemüsewürfeln, Pizoccheri nach Veltliner Art, Penne an Brenneselpesto, Rindsschmorbraten mit Polenta, ... Dem Listing ohne Ende gibt erst der Satte seine Wende.
Die Nacht ist lang das Bett ist kurz. Nur dazwischen hört man das flüstern der Sterne.
Am Morgen gibt's vergoldete Berge, klares Wasser, es grüssen die Zwerge. Zum Frühstück ein Jeder sich selbst aus dem Laden versorgt. Man sich Confi, Saft und Käs ausborgt.
Und dann hiess es ohne Quatsch, ab auf den Corvatsch! Einzig der Gipfel bleibt uns verwehrt, der Wind auf dem Gletscher blä st verkehrt. Die Wogen gehen hoch, jedoch nicht höher als das Gemüt. So steht mit dem Spiel im Wind der Mann sein Kind.
Am Abend, im Zelt, allen es sehr gefällt. Auch wenn's so kalt wie im Wald, man sich aneinander schmiegt und so auch die kälteste Kälte besiegt. Vom Grill gibt's stehend Wurst, Bier und Wein gegen Durst. Einzig auf dem Stab, keine Hans-Wurst es gab.
Jessica's Zweifel, die sich über die Farbe der neu erstandenen Jacke nicht richtig freut, wird von Kuschi kurzerhand zerstreut.
Die Nacht ist kurz, das Bett ist's auch. Nur dazwischen hört man das flüstern der Sterne.
Früh kriechen wir aus den Federn, wollen wir doch auf dem Corvatsch die Leinen entheddern. Doch die Windrichtung ist alles andere als Geil und so entscheiden wir uns schon beim Frühstück für den Muottas Muragl.
Das knorrige Züglein auf den Berg uns trug, keiner fragte wo Picasso war. Jeder freute sich auf den Flug, Richtung See, der war der Star.
Auf dem Berg wird mit neuen Jacken herumstolziert, welche von Malojawind's Emblem geziert. Nun geht es gar soweit, dass es nach einem Clubwechsel schreit. Als Kompromiss, um das Klima nicht zu vergiften, wird man die CCC-Punkte stiften.
Lange bleibt der Wind am Ort des Namens und des Clubs, doch schwubs setzte die sanfte Brise an zum Lupf. Der Kurs der Schirme in der Luft sich maändriert, die Thermik recht zufällig organisiert. Doch erst wer den Abwind sauber zentriert, sich zur Landung engagiert.
Grossen Dank geht an Stefan und Simon und an alle von Malojawind, der dem Kind sein Namen gab.
walk n fly
Ich hab gerade einen langen Artikel über das "walk n fly" geschrieben, und als ich ihn veröffentlichen wollte, meinte die Seite, ich soll mich neu anmelden. Statt alles nochmal zu schreiben, verweise ich jetzt einfach auf meinen BlogEintrag: http://blog.ulrichard.ch/?p=1443
Montafon 13.-14. September 2014
Dank dem Wetterbericht ziehen Christoph, Marc, Renato und Alex mit wenig Zuversicht und guter Laune in den Osten. Wegen der prognostizierten Bise entscheiden wir uns für einen Zwischenhalt am Montlinger Schwamm.
Bei der Ausfahrt Oberriet crashen wir die Toyota Ausstellung und werden fürstlich bedient. Jetzt wissen wir sogar, wie der Toyota Aygo von Innen aussieht :-) Das neue Akro-Manöver "Tumbler" findet keinen Zuspruch.
Nach feinen Winzernudeln und saftigem Zucchetti-Kuchen, kurven wir auf den Schwamm. Zuerst besuchen wir das Bergrestaurant. Allmählich reissen die Wolken auf und es setzt sich sonniges Wetter durch. Wir gehen zum Startplatz. Renato weigert sich partout seinen neuen Sigma 9 auf dem, zugegebenermassen verschlammten Startplatz, auszulegen. Da der Wind auch noch seitlich weht, entschliessen wir uns zum Warten. Bei unserer ausgelassenen Stimmung merken wir gar nicht, dass wir warten. Und so warten wir noch länger, bis sich tief unten Kumulis bilden. Und wir warten auch noch so lange, bis die Kumulis bei uns oben sind. Der Talwind drückt sie hoch. Nun sind wir wieder im Nebel. Aber der Wind ist perfekt. Wir warten so lange, bis die Wolken höher sind als wir. Und... wer hätte es nicht geahnt, der Wind wieder von der Seite bläst. Also zurück ins Restaurant. Der hausgemachte Zwetschgen-Kuchen ist der Hammer. Da der Wind kein Einsehen hat, haben wir es.
Nach dem Einchecken im Hotel Both besuchen wir zum Abendessen die gemütliche Gaststube Kreuz in Schruns. Rinds-carpaccio, einheimische Forelle, Hasen-Gulasch, Hirschentrecote, Cordon-Bleu, Spätzli, Rotkraut, Petersilienwurzeln, Rüebli, ... ich hab schon wieder Hunger. Nach einem Schlummerbecher gehen wir früh zu Bett. Denn am nächsten Tag soll Kaiserwetter herrschen.
Und da man den Einheimischen mehr glauben soll, als den Meteorolügnern, ist es am nächsten Tag auch so. Wir schleppen uns auf den Golm. Vor zwei Jahren ging das doch noch flotter? Diesmal zögert Renato keine Sekunde und startet gleich an die Basis. Böse Zungen behaupten er habe Stalldrang. Wir geniessen alle die herrliche Thermik. Ein richtig schöner Herbstflug. Wir treffen uns am Landeplatz wieder. Ich überlege mir, einen Geigerzähler anzuschaffen.
Dank Feldstecher sehen wir, dass der Startplatz am Hochjoch leider im Lee ist. Renato fährt nach Chur und der Rest - Na wer weiss es? - Auf den Schwamm. Die Bise haut uns nicht aus den Socken, aber es ist sehr labil und so können wir der Luft doch noch 30 Minuten abringen. Grossen Dank geht an Christoph für's Auto runterfahren und Marc für's organisieren! So findet ein herrliches Wochenende nur allzu schnell sein Ende.
Urmiberg 17. Mai 2014
Der Meteomann hatte mässige Bise angekündigt. Ein Sprichwort eines weisen Mannes sagt: Mässige Bise ist saumässig. Am Urmiberg relativierten sich die Windverhältnisse, da dieser durch die Voralpen geschützer war. Es hatte viel Wind, jedoch nicht zuviel. Und das Wichtigste: Er war sehr laminar. Eine routinierte Starttechnik war sicher keine schlechte Voraussetzung.
Renato und Marc flogen im Schlepptau von Alex Richtung Hochfluh. Da die Bise recht östlich reinkam, gings flott weiter an die Rigi. Es trug dermassen gut, dass man sogar bis nach Küssnacht rausgleiten konnte. Alex und Renato machten noch einen Ausflug über Lauerz und weiteten das Dreieck auf den Froni aus.
Über dem Landeplatz war die übliche Konvergenz. Aber nach zwei Stunden war der Camping auch ein lohnendes Ziel.
Mountain Wagas am Fronalpstock 12. Januar 2014
Als ich gestern das Paracuda SMS von Alex las, war ich schon auf dem Sessellift auf den Froni.
Jede Jahreszeit hat ihre Vorzüge. Am Winter mag ich die Wagas spiele, und der Fronalpstock eignet sich dazu herrvorragend. Wagas macht man normalerweise an der Düne, aber Pulverschnee ist genauso weich wie Sand. Anstelle des Windes zum Soaren haben wir die Höhendifferenz in den Bergen.
Nun ja, gestern sah der Schnee nicht so weich aus. So fielen die Wagas spiele halt etwas vorsichtiger aus.
Hier gibt's ein paar Bilder.
Und hier ein Video.
Weihnachtsanlass 2013
Anstatt rauf auf den Berg, hiess es diesmal: Rein in den Berg! Hans Peter, der im Gotthard Strassentunnel die Elektrik unterhält, hatte eine Führung organisiert.
Nach der Versammlung im Werkhof Göschenen zeigte er uns zuerst einen Film über den Strassentunnel. Über die Zahlen und Fakten staunten wir nicht schlecht.
Beim Besuch der Betriebsfeuerwehr waren nebst den Paracudas auch deren Kinder hell begeistert. Der Einsatzleiter zeigte uns sein gesamtes Sortiment an Schneidewerkzeugen, frei nach dem Motto: "Fahren sie so schnell sie können, wir schneiden sie dann wieder raus". Die Kinder freuten sich über "Hupis", Blaulicht, Wasserspritzer und drehende Feuerwehrautos. Die Erwachsenen natürlich auch.
Nach dem Besuch der Katakomben mit Lüftungsanlagen, so gross wie Turnhallen, gings ab in den Stollen. Ein langer Versorgungs-Tunnel, der von Gö schenen bis Airolo reicht, verbindet alle Notnischen. Der Luftüberdruck im Stollen, der die Rauchgase von den Nischen abhält, erzeugt ein ziemlich kühler Luftzug. Ich frage mich, was die Autofahrer ob den Leuten in der Nische dachten?
Zum Abschluss der Führung gabs ein feines Apéro. Alle hatten grossen Hunger und als alles verputzt war, machten wir uns auf nach Flüelen ins Restaurant Mixx.
Dort gabs zur Vorspeise einen knackigen Saisonsalat und zur Hauptspeise Pouletbrüstli mit Risotto und frischem Herbstgemüse. Das Dessert war individuell und orginell.
Danke Hans Peter für die perfekte Organisation. Es war echt beeindruckend hinter den Kulissen.
Scuol August 2013
Nach einem verregneten Frühling, stellt sich im Sommer Kaiserwetter ein. Man muss fast ein schwarzes Kreuz an die Decke malen, so unglaublich ist es, dass das dritte! Paracuda Weekend stattfinden kann.
Nadja, Renato, Christoph und Alex reisen voller Freude schon am Mittwoch Abend an, damit wir am nächsten Tag früh am Berg stehen. Die Thermik ist dann zwar da, die Basis jedoch beängstigend tief. Eine Inversion lässt grüssen. Auch der Westwind wühlt in den Wolken. Nadja, Renato und Alex gehen in die Beiz und verfallen dem feinen Eistee. Christoph macht einen Morgenflug. Erst um Eins hauen wir uns alle in die Lüfte, um festzustellen, das es ziemlich rumplig ist. Auf drei Meter steigen folgt unmittelbar drei Meter saufen. Renato und Alex gehen landen, Christoph geniesst noch ein bisschen die Aussicht.
Am frühen Abend entschliessen wir uns, am Inn das Apéro einzunehmen. Als wir ein idyllisches Plätzchen am Wasser, samt Grill mit Holz, vorfinden, ändern wir das Programm auf Apéro + Abendessen am Fluss. Nadja und Christoph machen Feuer, Renato und Alex fahren in den Coop zum "Jagen". Mit Flusskühler, Vorspeise und Hauptgang fühlen wir uns sehr olympisch. Am Schluss müssen wir zwei Olma-Bratwürste einem deutschen Paar abtreteten, da jeder Happen mehr an Völlnerei grenzen würde.
Das Frühstücks-Büffet lässt sich sehen. Wir stärken uns für den ganzen Tag. Ob die Thermik heute besser ist? Wir fahren in etwa zur gleichen Zeit wie am Vortag hoch. Schon bald zeigt sich, dass die Basis schneller als am Vortag steigt. Wir machen kleinere Ausflügli, auch ausserhalb des Gleitwinkelbereichs. Nadja zieht sich einen Wellness-Tag rein. Wegen einer Geburri-Party verabschiedet sich Alex zeitig aus Scuol.
Am Samstag ist die Thermik viel schöner, der Wind schwach und der Temp gut, oder mit der Zeit dann zu gut. Renato unternimmt mit Christoph im Schlepptau einen schönen Rundflug. Der krönende Abschluss ist der Besuch der Lischana-Hütte. Ob man da reinlanden kann?
Christoph geht auch am Sonntag nochmals in die Luft. Um 11:00 ist der Startschlauch wieder an Ort und Stelle. Der Wind drückt ihn aber ins Tal raus. Er hat keine Chance an den Berg nach hinten zu kommen. Wie fast schon üblich, ist es etwas ruppig, aber problemlos. So treten alle nach einem schönen, gemütlichen und nicht langweiligen Clubausflug die Heimreise an. Grossen Dank an Nadja für die perfekte Organisation und ihrer Teilnahme trotz Fluguntauglichkeit. Wir kommen wieder.
Bilder in der Galerie.
Cornizzolo 13.-16. März 2013
Es ist Sonntag Abend und ich sitze leicht wehmütig am Computer und schreibe diesen Text.
Freitag Nachmittag, Zugerland, Schneegestöber. Wir brechen auf Richtung Süden. Trotz seiner Schulter-Luxation ist Renato, samt seiner guten Laune, mit von Partie. Viel Sonnenschein und ein strammer Nordwind erwarten uns. Mit dem einchecken im Parini Hotel klappt alles bestens. Wir schlemmen in der Taverne neben dem Hotel und melden uns gleich für den nächsten Abend an.
Samstag: Nach einem mässigen Frühstück verschieben wir uns an den Landeplatz, um kurz Enrico, dem lokalen Fluglehrer, die Kelle zu schütteln. Es ist kühl. Wir verschieben uns an den Startplatz, wo schon ein hübscher Aufwind bläst. Und es ist noch kälter. Ausser einer kleinen Inversion, scheint die Atmosphäre labil geschichtet. Wir warten nicht mehr allzulange und einer nach dem Anderen schwingt sich in die Lüfte. Als René steigt und steigt und steigt werden selbst die Cracks nervös und starten eiligst. Der Südwest Wind ist deutlich zu spüren und mit den knackigen Ablösungen vermischt, ist das nicht allen ihr Ding. Olivia setzt sich ab ins Flache und sucht dort ihr Glück (und findet es auch). Thomas fliegt an den Berg in Lecco und kämpft sich gegen den West-Wind zurück bis zum Landeplatz. Alex setzt sich ab, um die Antennen am Horizont zu erkunden. Es soll da ganz schön sein :-) Nebst dem Wind ist auch Väterchen Frost ein Gegenspieler. Mir-nichts-dir-nichts schlüpft er in den Trinkschlauch und blockiert die Zufuhr. Die Antennen sind die Wende und zurück geht es gegen den Wind. Mit der Wunderlampe über dem Kopf geht dies gut. Selbst die Landeorganisation ist perfekt: Renato wartet schon mit einem Bier. 
Der Rest hat sich mittlerweilen im Restaurant am Landeplatz verköstigt und setzt nun an zum zweiten Flug. Sie kommen alle auf ihre Kosten. Bei seidenfeiner Thermik lassen sie sich in die Höhe tragen. Nadja führt ihren Pi spazieren. Und sie fliegen in den Sonnenuntergang, bis die Zirrenschicht landen lässt.
Romana fühlt sich leider so schlecht, dass sie den Heimweg antreten muss. Gute Besserung!
Beim Znacht gibt es wieder einmalige Leckereien, die uns fast zum Platzen bringen. Und als wir schon randvoll sind, gibt es noch ein Tiramisu von der "Mama" obendrauf. Ein Schäppschen zum Schluss soll alle Bazillen abtöten. Müde gehen wir zur Ruh.
Am nächsten Tag staunen wir nicht schlecht. Mit schlechtem Wetter haben wir ja gerechnet, jedoch nicht mit Schneegestöber. Wir frühstücken gemütlich und treten dann den Heimweg an. Vorbei an Fox-Town, ab durch die Röhre. Danach noch schnell die Frisur bei Hanspeter gelüftet und dann endgültig, durch die wunderbare Föhnlandschaft von Uri, nach Hause.
Vielen Dank für all die tollen Stunden und an Renato für die hervorragende Organisation!
Fronalpstock 17. Februar 2013
Margrit lud für ein Fly&Sky auf den Fronalpstock. Hauptdarsteller: Margrit, Olivia, Romana, Christoph, Thomas und Alex.
Der Wetterbericht drohte mit zähem Hochnebel, Obergrenze zwischen 1000 und 1500 Metern. Der Besuch der Webcams zeigte kein gutes Bild. Alex und Christoph entschlossen sich, eine Stunde zuzuwarten. Pünktlich um Neun löste sich die Suppe auf. Der frühe Vogel fängt den Wurm...
Während Margrit Ski fuhr und Olivia, Romana und Thomas ihren ersten Flug genossen, fuhren Christoph und Alex erst den Berg hinauf. Nach der kleinen Startpanne, ein Gigel fuhr mit den Ski's über den Leinensatz von Alex (zum Glück ohne eine Leine zu verletzen), schwang sich die Nachhut in die Luft. Bei Kaiserwetter und Prachtsschnee über die Pisten zu fegen; was gibt es schöneres?
Nach dem Flug schafften es die Nachzügler, sich mit der Frü hstarter-Gruppe zu synchronisieren. Zeitweise drohte der Nebel den Landeplatz zu verschlingen. Zusammen gings im Sessellift wieder zum Startplatz. Während der eine Teil der Gruppe sich für das Restaurant entschied, flog der Andere ins Muotatal. Dort gabs sogar Thermik. Die tiefe Basis und die Kälte liessen jedoch keine grösseren Ausflüge zu. Die Landung direkt neben dem Auto schloss einen wunderbaren Flugtag.
Noch während dem Rausfahren vom Schlattli zog die Wolkendecke innerhalb weniger Minuten komplett zu. Die Restaurant-Besucher konnten leider nicht mehr fliegen.
Trotzdem, glaube ich, wars ein wunderschöner Ausflug, welcher die Herzen höher schlagen liess. Danke Margrit fürs Organisieren!
Montafon 8./9. September 2012
Durch die kurzfristige Umstellung von Walk&Fly auf Easy Walk&Fly war das Teilnehmerfeld nicht besonders gross. Trotzdem hatten wir ein schönes Wochenende, mit vielen tollen Erlebnissen.
Alex mit Familie reiste am Freitag etwas früher an. Es ergab sich ein hübscher Abendflug vom Henseler mit Landung in Schnifis. Zum Abendessen trafen wir uns in der "Seppl Stoba", 150 Meter vom Hotel entfernt. Mit den vielen Köstlichkeiten füllten wir unsere Speicher. Und das zu Preisen, die uns die Tränen in die Augen trieben (im positiven Sinne).
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Both, verschoben wir uns schon um Neun an die Golmbahn. Mit dem kurzen, jedoch strengen, Aufstieg verdienten wir uns den Start. Eine kurze Verschnaufpause und schon wurde gestartet. Langsam und stetig konnten wir alle gut überhöhen. Nach gut einer Stunde Airtime trafen wir uns am Landeplatz, um sogleich aufs Hochjoch zu fahren. Dort stärkten wir uns, chillten ein bisschen und genossen bei strahlendem Sonnenschein den Nachmittag auf dem Sennigrat.
Am späteren Nachmittag breiteten wir unsere Tücher aus, um festzustellen, dass es auf dieser Höhe Riesenkröten gibt, die sich unter dem Tuch verstecken. In feiner Abendthermik liessen wir uns durch die Lüfte tragen. Über dem Landeplatz dann die obligate Konvergenz, in der man noch lange hätte fliegen können.
Frisch geduscht begaben wir uns ins Hotel Vermala in St.Gallenkirch. Dort gabs verschiedenste Leckereien, alle mit frischen Zutaten aus der Region. Das Dessert sprengte dann alles, was man sich erdenken konnte.
Morgens früh um Neun, gehn sie auf den Golm. Reimt sich nicht, aber es wiederholte sich. Pünktlich standen wir wieder auf dem Golm. Es war deutlich labiler. Alle konnten gut wegsteigen und hatten schöne Flüge. Renato flog nach Walenstadt, Alex via Falknis und St.Gallenkirch zurück nach Schruns.
Ein schönes Wochenend, das gerne wiederholt werden kann. Montafon - Ein Örtchen wo Unterkunft, Gastfreundschaft und Preise noch im Einklang mit der Natur existieren.
Cornizzolo 23. - 25. März 2012
Pünktlich um halb Zehn trifft Ulli bei mir ein. Zusammen fahren wir nach Brunnen, wo wir Olivia aufladen. Gut gelaunt fahren wir durch den Gotthard. Gute Flugprognosen lassen die Herzen höher schlagen. Wir haben uns vorgenommen, in Bellinzona einen Zwischenstopp einzulegen und auf die Mornera fliegen zu gehen. Die Seilbahn ist schnell gefunden. Ein sehr freundlicher Eingeborener erklärt uns, wie es mit der Bahn funktioniert und schon stehen wir oben auf dem Berg. Nachdem wir einer Eidechse aus der Badewanne geholfen haben, heften wir uns wieder an die Fersen der Einheimischen und finden so auch den Startplatz. Wer braucht schon eine Badewanne im Freien auf 1300m?
Der Aufwind ist ordentlich, als wir um Eins startbereit sind. Thermik zu finden ist nicht schwer. Die wartet nämlich vor dem Startplatz. Kaum ausgedreht lässt Scotti grüssen. Wir geniessen die Thermik und haben unseren Spass. Während Alex die weitere Umgebung erkundet, vertreiben sich Ulli und Olivia die Zeit mit Groundhandling am Landeplatz. Wie abgemacht schwebt auch Alex, pünktlich auf die Minute, um 16:00h am Landeplatz ein. Ein ausgezeichneter Start ins Wochenende. Schade konnten nicht alle mit von Partie sein.
Fliegen macht hungrig und so erstürmen wir den nächsten Coop und decken uns mit einem leckeren Apéro ein. Bis das Plättli leer ist, sind wir auch schon fast in Como. Ein bisschen Rush, ein bisschen Flush und schon treffen wir in Bosisio im Parini-Hotel ein. Dies ist ein einfaches und günstiges Hotel. Richi, René und Christoph sind auch gerade eingetrudelt. Wir denken uns nichts Böses, als die Rezeptionistin etwas von einem Dreier-Zimmer schwafelt. Wir verteilen uns auf drei Zweier-Zimmer. Schliesslich waren vier Zweier und ein Einzel-Zimmer gebucht. Da jedoch Oli seinen Götti-Bueb Fabrizio nachträglich angemeldet hat, kommt die ganze Zimmerordnung durcheinander. Also verschieben sich Richi, René und Alex in ein Dreier-Zimmer, Christoph in ein Einer-Zimmer und der Rest verteilt sich auf die Zweier-Zimmer.
Zum Znacht lassen wir uns die Pizzeria neben unserer Unterkunft empfehlen. Mit feiner Holzofen-Pizza, bester italienischer Pasta und weiteren Köstlichkeiten schlagen wir uns den Bauch voll. Und das zu einem Preis, der uns die Tränen in die Augen treibt - im positiven Sinne. Die einen besuchen das Bett, die anderen die Bar.
Gemütlich treffen wir uns am nächsten Morgen um Neun zum Frühstück. Es ist nicht der Hammer, aber ok. Um Zehn machen wir uns auf zum Landeplatz. Mit Tom-Toms Hilfe finden wir diesen auf Anhieb. Enrico, der freundliche Fluglehrer vor Ort, weist uns kurz ein. Aber wirklich schwierig scheint die Landevolte beim Jumbo-Landeplatz nicht zu sein. Es gibt sie nämlich gar nicht. Also gut aufgepasst und früh genug freifliegen. Mit italienischer Pünktlichkeit lassen wir uns zum Startplatz shutteln. Nachdem uns Fabrizio nicht mit seinem "Schnuz" überzeugen kann, schwingen wir uns am schönen Startplatz in die Luft. Die hat fast eine Dichte von Eins. Vor lauter Dunst kann man kaum den nächsten Berg, geschweige denn die spärlichen Landeplätze, erkennen. Die Thermik ist unten recht ruppig, oben ziemlich schön. Alle unternehmen kleinere bis grössere Ausflüge. René, Richi, Oliver und Christoph haben noch nicht genug und machen einen schönen Abendflug. Ich sehe nur strahlende Gesichter.
Die Mamma von der Pizzeria hat uns Tiramisu versprochen, also besuchen wir ein zweites Mal die Pizzeria. Im Gegensatz zum Vorabend hat es nicht mehr soviele Gäste. Dafür warten wir doppelt so lange auf unser Essen. Gäste verlassen das Lokal und die Stimmung ist angepannt. Aber zum Schluss geht keiner mit lehrem Magen ins Bett. Die einen unternehmen einen Nachtspaziergang, die Anderen besuchen die Bar und wieder Andere bevorzugen das Bett.
Gut gelaunt grüssen wir das Murmeltier und sind dank Zeitumstellung eine Stunde früher am Startplatz. Die Wolken in den Bergen haben schon eine gesunde Grösse, obwohl die Thermik am Start noch zu schlafen scheint. Renato zeigt den Einheimischen wo die Thermik hockt und schraubt sich munter in die Höhe. Dies löst eine gewisse Nervosität am Startplatz aus und alle stürzen sich in die Luft. Alle können nochmals einen schönen Flug geniessen, der leider allzu früh durch Überentwicklung gestört wird.. Am Schluss treffen wir uns in Como am Bahnhof, von wo wir die Heimreise antreten.
In Bellinzona lassen wir den Tag bei Sandwich und Kuchen ausklingen, bevor wir uns durch die Röhre verabschieden müssen. Ein Abschied, von einem sehr sch& ouml;nen Wochenende mit Dolce Vita, viel Airtime und tollen Leuten. Ich glaube, wir kommen wieder.
Olivia hat das Weekend in Bildern festgehalten: http://youtu.be/Q-GraoDgMqI
Fiesch 19 - 21. August 2011
Die meisten pilgerten bereits am Freitag Abend nach Fiesch. Dort traf man sich im Hirschen zum Znacht. Von Rösti über Toast bis Fondue war alles auf dem Teller. Wobei der Knobli das wichtigste am Fondue zu sein schien. Leider schloss die Küche bereits um 2100h, womit Nadja und Renato leer ausgingen. Wir hatten eine heitere Runde, zu der sich auch noch ein paar FGAler gesellten. Irgendwie hiessen alle Thomas, so wie im Appenzellerland alle Manser heissen.
Das parkieren von Renatos Auto entpuppte sich als Spiessroutenlauf. Die Barriere schien nur darauf zu warten, bis es einem Land-Rover eine Abreibung verpassen konnte. Just in dem Moment, als sich die Motorhaube unter der Barriere befand, löste die Guillotine aus. Zum Glück gabs nur ein paar Kratzer und 50 Stutz Schmerzensgeld.
Tagwache war bereits um Sieben. Ausgiebig gestärkt machten wir uns aufs Neun Uhr Bähnli. Der Startplatz war schon ordentlich gefüllt. Und füllte sich noch mehr. Direkt nach dem Start gings flott hoch. Leider wurden die Frühstarter bestraft. Bei Bellwald war es sowas von stabil. Diejenigen die später starteten, kämpften um jeden Zentimeter und konnten weiter ins Goms vordringen. Der zügige Westwind machte den Flug nicht einfacher. Die meisten landeten irgendwo im Goms. Christoph S. aus AG schaffte es bis nach Münster und zurück nach Fiesch. Dabei lernte er seinen Schirm von einer anderen Seite kennen. Renato liess sich von Baschi zu einem mit Käse überbackenen Steak verführen.
Zum Znacht gings ins Hotel Park. Die meisten bestellten das Laubenmenu: Raclette, Salat, Rindsteak mit Risotto und Glace zum Dessert. Die Stimmung am Tisch war sehr ausgelassen. Ganz im Gegensatz zur Küche. Ausgiebig wurden Luv und Lee Situationen ausgelotet.
Die Nacht wurde durch "Brothers in arms" und weiteren fünf Stücken unterbrochen. Die Anlage schien Top, der Sound war laut, nur der Zeitpunkt war ungünstig gewählt (2:00h). Die Hochzeitsgesellschaft pollterte dann Morgens um Fünf durch die Gassen.
Leicht verschlafen traf man sich am Morgen wieder zum Frühstück. Täglich grüsst das Murmeltier begaben wir uns wieder früh zum Start. Man könnte ja etwas verpassen. Rene setzte sogleich zum Morgenflug an. Faktisch hätte man auch bis Neun pennen können, um dann rechtzeitig um Elf am Startplatz zu sein. Im Nachhinein weiss man es immer besser... Als das Warten zu langweilig wurde, starteten Renato, Nadja und Alex. Zäh wie Leder gings hoch. Hundertschaften von Gleitschirmen in der Luft, Linksdreher oder wie mache ich den anderen Angst? Das Goms war etwas besser, über die Pässe gings dann gut. Nach dem Oberalp Sahne - einfach nur schön. Renato und Nadja flogen nach Flims und Alex nach Chur. Die anderen realisierten auch sehr schöne Flüge im Goms. Ich glaube die meisten konnten ihr Personal Best realisieren.
Somit kann man von einem sehr gelungenen Paracuda Weekend sprechen. Freude herrscht. Wenn dann Rene auch noch auf dem modernen Weg erreichbar ist, gibts nix mehr zu meckern :-) Vielen Dank an die Organisation!
Walk&Fly auf den Gnipen 05-11-2010
Das laue Wetter lockte Christoph und Alex auf den Berg. Der Wetterbericht versprach ausgezeichnete Fernsicht und am Wochenende viel Wind und Wolken. Mit dem Auto gings nach Arth und von da mit dem Zug auf den Sattel.
Dort sattelten wir aufs Schuhwerk um. Meist gings über trockene Wiesen und ab und zu auch über glitschige Pfade im Wald. Nach einer knappen Stunde erreichten wir die Halsegg. Hier gäbe es einen wunderschönen Startplatz. Aber wir wollten nicht "den Weichen" raushängen.
Von der Halsegg aus führte uns ein reizender Höhenweg über Wiesen und Wälder in 50 Minuten auf den Wildspitz. Dort kehrten wir ins Gipfelrestaurant ein. Eigentlich könnte man auch vom Wildspitz starten, jedoch blies der Wind recht zügig aus West. Und ins Lee stürtzen wollten wir uns nicht.
So wanderten wir nochmals eine Viertelstunde auf den Gnipen. Der Riesenstartplatz musste uns nicht zweimal bitten und so hoben wir im zügigen Westwind ab. Während Alex über dem Rufiberg den Abwind zentrierte, drehte Christoph mit seinem neuen Buzz auf. Die Aufwinde waren ziemlich zuverlässig und hätten ein K.O.-Soaren zugelassen. Aber nach einer Stunde hatte mein simples Gemüt genug und ich wollte es Richtung Zugerberg probieren. Beim probieren blieb es und so versenkte ich mich zwischen Walchwil und Arth.
Christoph flog zum offiziellen Landeplatz und so fuhren wir zufrieden der Abendsonne nach Zug entgegen.