Dank dem Wetterbericht ziehen Christoph, Marc, Renato und Alex mit wenig Zuversicht und guter Laune in den Osten. Wegen der prognostizierten Bise entscheiden wir uns für einen Zwischenhalt am Montlinger Schwamm.
Bei der Ausfahrt Oberriet crashen wir die Toyota Ausstellung und werden fürstlich bedient. Jetzt wissen wir sogar, wie der Toyota Aygo von Innen aussieht :-) Das neue Akro-Manöver "Tumbler" findet keinen Zuspruch.
Nach feinen Winzernudeln und saftigem Zucchetti-Kuchen, kurven wir auf den Schwamm. Zuerst besuchen wir das Bergrestaurant. Allmählich reissen die Wolken auf und es setzt sich sonniges Wetter durch. Wir gehen zum Startplatz. Renato weigert sich partout seinen neuen Sigma 9 auf dem, zugegebenermassen verschlammten Startplatz, auszulegen. Da der Wind auch noch seitlich weht, entschliessen wir uns zum Warten. Bei unserer ausgelassenen Stimmung merken wir gar nicht, dass wir warten. Und so warten wir noch länger, bis sich tief unten Kumulis bilden. Und wir warten auch noch so lange, bis die Kumulis bei uns oben sind. Der Talwind drückt sie hoch. Nun sind wir wieder im Nebel. Aber der Wind ist perfekt. Wir warten so lange, bis die Wolken höher sind als wir. Und... wer hätte es nicht geahnt, der Wind wieder von der Seite bläst. Also zurück ins Restaurant. Der hausgemachte Zwetschgen-Kuchen ist der Hammer. Da der Wind kein Einsehen hat, haben wir es.
Nach dem Einchecken im Hotel Both besuchen wir zum Abendessen die gemütliche Gaststube Kreuz in Schruns. Rinds-carpaccio, einheimische Forelle, Hasen-Gulasch, Hirschentrecote, Cordon-Bleu, Spätzli, Rotkraut, Petersilienwurzeln, Rüebli, ... ich hab schon wieder Hunger. Nach einem Schlummerbecher gehen wir früh zu Bett. Denn am nächsten Tag soll Kaiserwetter herrschen.
Und da man den Einheimischen mehr glauben soll, als den Meteorolügnern, ist es am nächsten Tag auch so. Wir schleppen uns auf den Golm. Vor zwei Jahren ging das doch noch flotter? Diesmal zögert Renato keine Sekunde und startet gleich an die Basis. Böse Zungen behaupten er habe Stalldrang. Wir geniessen alle die herrliche Thermik. Ein richtig schöner Herbstflug. Wir treffen uns am Landeplatz wieder. Ich überlege mir, einen Geigerzähler anzuschaffen.
Dank Feldstecher sehen wir, dass der Startplatz am Hochjoch leider im Lee ist. Renato fährt nach Chur und der Rest - Na wer weiss es? - Auf den Schwamm. Die Bise haut uns nicht aus den Socken, aber es ist sehr labil und so können wir der Luft doch noch 30 Minuten abringen. Grossen Dank geht an Christoph für's Auto runterfahren und Marc für's organisieren! So findet ein herrliches Wochenende nur allzu schnell sein Ende.