Richtig früh fuhren Olivia und ich am Freitagmorgen Richtung Lugano. Thomas Burri mit Familie, Richi, Mirella und Christoph waren schon seit Mittwoch bzw. Donnerstag im Tessin. Wegen des Nordföhns konnten sie aber noch nicht fliegen. Die Wetterprognose für Freitag sah da schon besser aus. Ohne Stau erreichten wir den Campingplatz Paradiso in Melano. Hans-Peter war sogar schon vor uns da, Thomas traf kurze Zeit später ein.
Kurz nach 10 brachte uns jemand vom Camping zur Bergbahn. Und wir waren nicht nicht die einzigen, die auf den Monte Generoso wollten. Trotz zwei eingesetzten Bahnen war es drinnen prackevoll. Eingezwängt tuckelten wir in der Zahnradbahn die 40 Minuten den Berg hoch. Oben erwartete uns noch Nordwind – also Parawaiting. Irgendwann drehte der Wind und wir konnten endlich starten. Richi überraschte mit ein paar Wingover nach dem Start noch einige Wanderer. Christoph, Thomas und Thomas gingen später noch auf einen zweiten Flug nach ob.
Danach Zelt aufbauen, Abkühlung im See und Relaxen. Richi, Mirella und Levin gingen auf kleine Kajak-Tour. Herrlich, endlich Sommer. Abends gabs lecker Grillfleisch, Würstli und Spaghetti à la Thomas.
Am nächsten Tag kam Romana pünktlich zum Frühstück. Es war noch ziemlich bedeckt aber klarte zum Glück bald auf. Für unseren ersten Flug fuhren wir nach Rivera zum Monte Tamaro . Der Landeplatz an der Talstation wird gerade verbaut. Also war klar, dass wir auf den grossen Landeplatz am Ortsende ausweichen. War bei dem Talwind auch die bessere Wahl. Der Flug war etwas turbulent.
Für den zweiten Flug fuhren wir dann zurück nach Melano, um wieder auf den Monte Generoso zu fahren. Thomas und Thomas gingen zum oberen, wir anderen zum unteren Startplatz. Dort warteten auch schon die Tschechen und Polen, fast alle mit Schwimmwesten. Da hofften wir doch alle auf ein kleines Show-Programm. Das dieses sich letztendlich nur auf Ohrenanlegen und vielleicht noch mal nen Seitenklapper reduzierte, konnten wir da noch nicht ahnen. Nach dem Start ging es gleich nach oben und es gab einen schönen Flug.
Nach der Landung wieder ab in den See, der netterweise schon viel wärmer war als am Tag zuvor. René Pfyl vom Camping Paradiso war dann auch wieder zurück von der Red Bull Jungfrau Stafette. Sein Team belegte am Schluss den 5. Rang – Gratulation!! Abends haben wir wieder grilliert und Thomas machte Rösti.
Sonntagmorgen fuhren wir wieder auf den Monte Generoso. Oben angekommen zogen sich immer mehr Wolken zusammen. Nach ner Weile Parawaiting gingen wir dann trotzdem mal zum Startplatz. Wind hatte es genug – und das noch von der richtigen Richtung ;) Christoph startete als erster, Thomas folgte ihm und verschwand irgendwann in der Wolke. Ich kurze Zeit später hinterher… und landete auch in der Wolke. Ohren rein und weg. Hab mich genau wie Christoph dann auch lieber aus dem Staub gemacht und bin über den See auf die andere Seite.
Nach dem Landen hiess es langsam zusammenpacken, noch mal ab in den See zum Schwimmen oder Kajak-Fahren. Romana und Thomas haben da eben mal den See auf dem Wasserweg überquert. Da am Gotthard Stau angesagt war, haben wir noch ein Restaurant zum Abendessen gesucht. War aber vor 18 Uhr gar nicht so einfach. Glücklicherweise fanden wir ein wirklich nettes Grotto mit feinem Essen und lecker Limonade. Auf der Heimfahrt erwartete uns zwar kein Stau, aber nach dem Gotthardtunnel ein Wolkenbruch… Am liebsten wären wir gleich wieder umgekehrt.
Die drei Tage im Tessin waren wirklich schön, sowohl vom Fliegen her als auch von allem Drumherum. Ein grosses Dankeschön an Thomas Burri für die Organisation und René Pfyl vom Camping Paradiso ( www.camping-paradiso.ch ) . Wir kommen sicher bald mal wieder.