Motto Samstag: Walk und Fly
Nach dem Zeltaufstellen auf dem schönen Camping Lido in Solothurn, folgte die erste Etappe Walk zum Bahnhof. Wir mussten feststellen: Solothurn ist eine Stadt mit zwei Bahnhöfen. Dank der umsichtigen Zeitplanung von Alex erreichten wir trotzdem rechtzeitig den Bus am Hauptbahnhof, der uns auf den Balmberg brachte. Marc nahm mit Erstaunen zur Kenntnis wie weit man mit dem & Ouml;V für 3.90 fahren kann. Dann die zweite Etappe Walk zum Niederwiler Stierenberg, die sich je nach Kondition wie 20 bis 40 Minuten anfühlte. Wie so oft bei vielen anwesenden Piloten gab es zuerst Parawaiting, bis die Locals die Verhältnisse als Ideal betrachteten. Alex nahm sich die Ehre des ersten Starters. Wegen den vielen Piloten, die inzwischen warteten, hatte ich mich auf eine Kolonne am Startplatz eingestellt. Es war wie ein Wunder. Als ich fertig angeschirrt die Startwiese betrat, LEER einfach alle weg und noch niemand nachgerückt. So war ich in 5min startklar und weg. Mein Flug war Yogi typisch: zuerst hab ich mich etwas versenkt, bis ich endlich eine Thermik fand. Danach hatte ich lange Spass. Achtung bei 1700m ist fertig! TMA Basel. Schlussendlich bin ich bei Lommiswil gelandet, wo auch bald Olivia eintraf und die dritte Etappe Walk zum Bahnhof Lommiswil absolvierte.
Wieder in Solothurn nochmals zum Camping marschiert (vierte Etappe Walk), irgendwie X-Alp mässig. Zurück auf dem Camping gabs ein gemütliches Apéro an der Sonne.
Als ich mich angemeldet habe, hatte ich mich auf spartanischen Camping eingestellt: Du sitzt am Boden hast ein Getränk und ein Brot in der Hand, fragst dich wie du jetzt die Wurst nehmen sollst.
Ich hatte nicht mit Alex gerechnet: Stühle, Tisch, Kühlbox, Kochkiste, Gasrechaud auf Beinen, einzig der Grill fällt aus der Reihe und ist am Boden. Dann wird gewaschen, gerüstet, gekocht und gegrillt bis schlussendlich jeder mit einem Teller voll Grillladen inklusive Salate versorgt ist. Bei Bier (Weintrinker wo seit ihr?), Kaffee und Kuchen geniessen wir den Abend, diskutieren über Geografie (Verlauf der Aare), fachsimpeln tauschen persönliche Erlebnisse aus.
Die Nacht war zwar kalt aber niemand hatte wirklich gefroren.
Motto: Nichts wird ausgelassen
Am Sonntag Morgen nachdem wir den Camping geräumt hattenn, machten wir uns auf den Weg zur Flugschule Solothurn. Das war gar nicht so einfach. Zuerst verfuhren wir uns mit Navi und dann drehten wir ohne Navi eine Ehrenrunde. Wir lernen: nicht alle Flugschulen sind im Parterre und haben ein Schaufenster. Die Abfahrt des Flugschulbusse stoppte schon nach wenigen Metern. Ein Reifen hatte zu wenig Luft. Dank gutnachbarlicher Hilfe der Garage wurden wir Zeuge wie mit Hilfe von Bohrer und Reparaturschlauch ein Loch im Pneu repariert. Weiter ging es nach Nesselboden Kein Landeplatz! Hier kommt man nur in der Not und mit Not auf den Boden. Hier wurde uns eine Lektion in Windkanalisation erteilt. Auf dem Weissenstein konnten wir dem Start eines Biplace-Rollstuhl beiwohnen. Alex verabschiedete sich in gewohnter souveräner Manier und ward bis am späten Nachmittag nicht mehr gesehen. Wir anderen machten einen kürzeren Flug in unruhigen Verhältnissen. Ich machte danach noch einen zweiten Flug. Da ging es nur noch rauf und die eigentliche Herausforderung war das runter kommen.
Es war ein gutes ereignissreiches Wochenende und alle haben wohlbehalten die Heimreise angetreten.
Ich möchte Alex für die gute Organisation Danken. Stefan von der Flugschule Solothurn für die Beratung und allen Teilnehmer fürs schöne kameradschaftliche Beisammensein.