Freitag, 30.10.2009: Treffpunkt um 11.01 Uhr im Heidiland, äh Glarnerland natürlich und es sind alle pünktlich: Nadja, Ulrike, Renato, Andy, Christoph, René und Alex. Im Konvoi, in Führung Alex mit dem Nüvi-Navi, geht es nach Immenstadt im Allgäu. Auf der Fahrt dahin scheint meist die Sonne, doch kurz vor Immenstadt holt uns der Nebel wieder ein. Auf dem Parkplatz der Mittag-Bahn steht das Auto der örtlichen Flugschule und so entscheiden wir uns, hochzufahren: Kommentar eines Gruppenmitgliedes: Wir können oben sicher soaren, sie sind sogar mit Deltas hinauf!! Kurz vor dem Gipfel kommt uns die Flugschule entgegen; auf der Sesselbahn. Sie haben 2 Stunden oben gewartet zum Starten…. Oben auf dem Gipfel sind wir knapp über dem Nebel und der Landeplatz östlich von Immenstadt sowie das ganze Tal nach Oberstdorf sind nebelfrei. Sogar der Wind kommt leicht von Sü den, so dass von unserer Seite einem Flug nichts im Wege steht. Alle kommen gut weg, doch René als Letztem weht der Wind plötzlich in den Nacken. Auch er kommt dann doch weg, muss aber wie Ulrike und Andy eine Aussenlandung machen: Fliegt man zu tief Richtung Immenstadt, drückt einen der Nordwind nach unten und hinein ins Tal Richtung Oberstdorf. Nadja als „Profi“ kann in Immenstadt über dem Landeplatz noch einige Zeit soaren! Alle Landen gut und nachdem die drei „vertriebenen“ eingesammelt sind, gönnen wir uns eine kleine Süssigkeit in einer Bäckerei in Sonthofen. Dort darf man sogar 2 Stücke nehmen, wenn eines zum halben Preis ist. Nach der Stärkung fahren wir zum Sportmarkt in Sonthofen und treffen hier auf Mathias Bäuerle, den Vermieter unserer Ferienwohnungen. Von da geht es nach Oberstdorf, wo wir bei Jutta (Gattin von Mathias) den Schlüssel für die Ferienwohnungen abholen. Auf dem Weg zur Unterkunft verfahren wir uns trotz Navi kurz. Na ja, ohne Navi wären wir vermutlich jetzt noch am Suchen…. Kaum sind wir bei den Ferienwohnungen angekommen, treffen auch Janos und Evelyn ein. Zum Abendessen gehen wir ins Zentrum ins Restaurant „Wilder Mann“. Hier wird man sogar auf „schwitzertütsch“ bedient. Während des Essens, so um halb zehn, erfahren wir, dass die letzten Teilnehmer, Thomas und Oli, noch in Zug sind. Trotz unseres Anratens fahren sie noch los, nehmen aber den Bus und übernachten kurz vor Oberstdorf. 

Samstag, 31.10.2009: Es liegt Nebel im Tal und so geht es zuerst ins Café „Relax“ zum Frühstück(s-Buffet). Hier treffen wir auch auf Thomas und Oli, die zum Teil eine ziemlich kalte Nacht im Bus verbracht haben. Nach dem Frühstück fahren wir zur Nebelhorn-Bahn. Hier stellt Janos fest, dass in der Nacht ein Marder ein Kabel im Auto durchgebissen hat. Er und Evelyn organisieren die Reparatur und der Rest fährt hoch zum Nebelhorn. Auf dem Gipfel weht ein zügiger Wind von ca. 20km/h, Böen bis ca. 25km/h. Mathias kommt auch mit, da er auch wieder mal in die Luft will. Janos trifft etwas später ein mit der Nachricht, dass der Schaden am Bus repariert ist. Nach einigem Hin und Her entscheidet sich Andy den unteren Startplatz „Höfatsblick/Probsthaus“, ca. 300m tiefer, zu benützen. René zögert noch länger und startet erst, nachdem er noch einige Steine als Zusatzgewicht neben dem 10-Liter-Wassersack eingepackt hat! Mit dem Wind aus Westen sind alle am Soaren, wir Schweizer sind sogar in der Ueberzahl hier oben. Mathias, Ulrike und René landen direkt bei der Unterkunft, die anderen auf dem offiziellen Landeplatz. Ulrike und René können dann der Einladung von Mathias zu einem Bier nicht widerstehen und so fahren „nur“ die anderen für einen zweiten Flug hoch. Janos gelingt dabei die beste Leistung des Wochenendes: Er fliegt vom unteren Startplatz hoch zum Gipfel! Da immer mehr bei den Ferienwohnungen landen, werden die Rotkäppchen-Sekte immer schneller getrunken……. Einzig Thomas fehlt noch. Er ist etwa 100m weiter weg gelandet, doch warum kommt er nicht? Ist er etwa zurück ins Dorf gelaufen, da er unseren Standort nicht kennt? Nein, der Grund war, dass er vom Bauern, selber Gleitschirmflieger, auf dessen Wiese er gelandet ist, zum Kaffee eingeladen wurde! Jetzt sind alle eingetroffen und die letzte Flasche Sekt wird geöffnet. In der Zwischenzeit wird die „Festhütte“ eingeheizt und Mathias  organisiert das Nachtessen. Bis dahin dauert es länger und einige Mitglieder werden ziemlich hungrig und schläfrig. Einer schafft es sogar, sofort einzuschlafen, als er sich kurz hinlegen will. Endlich sind die Kartoffeln durch und der Ofenkäse geschmolzen. Wir geniessen ein einfaches aber sehr gutes Nachtessen. Nach dem Essen leert sich die Festhütte nach und nach, da viele Müde sind vom Tag. 

Sonntag, 1.11.2009: Aufstehen, die Sonne scheint! Frühstück gibt es wieder im Café „Relax“, da das Buffet sehr gut war gestern. So auch heute. Anschliessend geht es zur Nebelhorn-Bahn. Oben sind die Verhältnisse fast gleich wie am Samstag, nur weht der Wind etwas mehr aus südwestlicher Richtung. Ideal zum Soaren!! Ohne zögern wird gestartet und sofort wird der Luftraum von uns Schweizern beherrscht! Da auf den Nachmittag Föhn angesagt ist, fahren wir nicht ein zweites Mal hoch, sondern stärken uns vor der Rückreise. Während des Essens kämpfen einige mit den anwesenden Wespen. Dabei entdeckt Janos sein Talent als Wespen-Dompteur. Jetzt heisst es Abschied von Oberstdorf zu nehmen. Jeder fährt für sich. Renato, Nadja und Ulrike legen nach Immenstadt eine Pause ein und rasen noch die dortige Rodelbahn runter!! Ein gelungenes Wochenende geht zu Ende!  n

Hiermit danke ich, sicher auch im Namen der anderen Teilnehmer, Alex ganz herzlich für die gute Organisation!!